
Birgit und Andreas Rapp mit Freunden und Tom Bloomfield
in Tengenenge

Open-air Galerie bei den Künstlern

Bernard Matemera in Tengenenge

in einem Workshop in Chitungwiza Harare |
Geschichte und Entstehen der
Shona Art
Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es für die
Shona-Bildhauerei - so genannt, da der überwiegende Teil
der Künstler der größten Volksgruppe Zimbabwes,
den Shona, entstammt – kaum nachweisbare traditionelle
Ursprünge. Sie entstand in den fünfziger Jahren
an verschiedenen Orten Zimbabwes gleichzeitig und unter Mithilfe
zweier Weißer.
Einer davon, der Tabakfarmer Tom Bloomfield, besorgte das
nötige Steinwerkzeug eigentlich für sich selbst.
Er bemerkte bald, das die ortsansässigen Einheimischen
mit großem Interesse und Begeisterung sein Tun verfolgten.
Er stellte ihnen daraufhin Werkzeuge, Steine, Verpflegung
und sein Farmland zur Verfügung. Heute ist daraus das
größte und bekannteste Steinbildhauerzentrum Zimbabwes,
Tengenenge, geworden.
Der international bekannte Bildhauer Bernard Matemera stellt
dort auch heute noch in der ursprünglichen Weise, ohne
Einsatz von Maschinen, viele seiner Arbeiten her.
In Vukutu, in den Eastern Highlands, begeisterte sich der
schwarze Bildhauer Joram Mariga an der Art des Steines, und
begann daraus Kunsthandwerke herzustellen. Er eröffnete
den ersten Bildhauer Workshop für seine Freunde und Verwandten
in Zimbabwe.
Der zweite weiße Förderer der Shona Bildhauerei
war der damalige Leiter der National Art Gallery in Zimbabwes
Hauptstadt Harare, Frank McEwen, der mit geschultem Blick
sofort den künstlerischen Ausdruck der Werke erkannte
und förderte. Seine Ausstellungen in Europa, Australien
und USA waren mitentscheidend für die internationale
Anerkennung der Shona- Skulpturen.
Shona Art entstand sozusagen aus dem Nichts und hat in kürzester
Zeit die großen Museen und Galerien der Welt erobert. |